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SPD Zellertal.

Drei Fragen an Roger Lewentz :

Landespolitik

Kurzinterview mit dem Vorsitzenden der SPD Rheinland-Pfalz

Die Veröffentlichung der Kriminastatistik hat gezeigt, dass Wohnungseinbrüche nach wie vor ein drängendes Problem sind. Warum ist das so?
Auch wenn jede Straftat eine zu viel ist – die Kriminalstatistik zeigt in erster Linie, dass die Straftaten ingesamt zurückgegangen sind. Wir haben so wenige Delikte wie seit 13 Jahren nicht, während die Aufklärungsquote auf knapp 62 Prozent gestiegen ist. Damit stehen wir im Bundesvergleich zum 10. Mal in Folge auf einem Spitzenplatz. Und auch die Zahl der Wohnungseinbrüche ist, gegenläufig zum Bundstrend, im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Rheinland-Pfalz ist ein sehr sicheres Land. Dennoch müssen wir gegen die Einbrüche Maßnahmen ergreifen.

Die Aufklärungsquote bei Einbrüchen lag 2014 lediglich bei knapp 14 Prozent. Wie kommt das?
Wir haben es bei den Wohnungseibrüchen zunehmend mit mobil agierenden, professionellen Banden zu tun. Da wird eine Gegend ausgekundschaftet, dann schlagen die Täter blitzschnell zu und verschwinden ebenso schnell wieder. Ohne Spuren zu hinterlassen, ohne Bezug zum Tatort. Die Verfolgung dieser Täter ist schwierig und verlangt eine komplexe, überregionale Koordinierung der Sicherheitskräfte.

Was kann die Politik tun, um die Bevölkerung besser vor Einbrechern zu schützen?
Klar ist das härtere Strafen nicht abschreckend wirken – dafür ist die Zahl der gefassten Täter zu gering. Auch die steuerliche Absetzbarkeit von Sicherheitstechnik wirkt nur bedingt, da beispielsweise viele Rentner nicht profitieren würden. Stattdessen brauchen wir Zuschussprogramme, etwa durch die KfW, um Häuser sicherer zu machen. Außerdem müssen wir für eine bessere Ausstattung und Vernetzung der Sicherheitskräfte sorgen. In Trier wurde bereits mit großem Erfolg eine zentrale Ermittlungs- und Auswertungsgruppe für Wohnungseinbrüche eingerichtet, der es gelungen ist, eine überregional agierende Bande zu indentifizieren und dingfest zu machen. Dieses Modell müssen wir ausweiten.

 

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