Unbezahlte Praktika sind soziale Ausgrenzung

Veröffentlicht am 11.03.2014 in Europa

Die europäischen Arbeitsminister haben den Mitgliedsstaaten eine Empfehlung ausgesprochen, den lange angekündigten Qualitätsrahmen für Praktika innerhalb der Europäischen Union (EU) umzusetzen, klare Leitlinien und Mindeststandards zu setzen, um Praktika zu hochwertigen Berufsqualifikationen zu reformieren. Dazu äußerte sich Jutta Steinruck, Vorsitzende des Parteirats der SPD Rheinland-Pfalz und Beschäftigungsexpertin der SPD für Europa: "Praktika haben sich in den vergangenen Jahren zu einer gängigen Beschäftigungsform entwickelt, die leider häufig ihr Ziel verfehlen, den jeweiligen Praktikanten in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Praktikanten dürfen nicht als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Der Sinn eines Praktikums ist die berufliche Eingliederung und Ausbildung junger Menschen. Ein Praktikum muss sowohl für Arbeitgeber als auch für Praktikanten eine Investition in die Zukunft sein."

Zur sozialen Absicherung und Entlohnung für Praktika wurde von den EU-Arbeitsministern keine Empfehlungen ausgesprochen. "Unbezahlte Praktika sind soziale Ausgrenzung. Wir lassen nicht zu, dass die Perspektive junger Menschen von ihrem sozialen und finanziellen Hintergrund abhängt. Erfahrung in der Arbeitswelt ist inzwischen meist eine Voraussetzung für den Berufseinstieg. Wer sich kein unbezahltes Praktikum leisten kann, verringert damit auch seine Jobchancen. Was wir brauchen, sind Mindeststandards: für Lerninhalte und Arbeitszeiten, aber genauso für soziale Versicherungsfragen und Vergütung".

 

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Gustav Herzog. Aus dem Zellertal.

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